Eizellenreifestörung - Winnirixis Kinderwunschseite

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Eizellenreifestörung

Wissenswertes > Fruchtbarkeitsprobleme
 

Ovarialinsuffizienz
Quelle: frauenaerzte-im-netz.de



Viele Störungen der Eierstockfunktion gehen mit verminderter Fruchtbarkeit einher, oder enden in Unfruchtbarkeit. Störungen, welche die Fortpflanzung betreffen, fallen gerade für Frauen besonders schwer ins Gewicht. Entscheidende Lebensphasen wie z. B die Gründung einer Familie werden durch unerfüllten Kinderwunsch auf Grund einer ungenügenden Leistung der Eierstöcke stark beeinflusst. Fehlfunktionen der Ovarien sind die Hauptursache für ungewollte Kinderlosigkeit. Psychische Probleme wie Depression, Versagensängste und sowie Konflikte in der Partnerschaft sind oft die Folge.

Die paarigen Eierstöcke, in der medizinischen Fachsprache „Ovarien" genannt, sind die weiblichen Keimdrüsen. Es handelt sich hierbei um pflaumengroße Organe, welche sich an den seitlichen Wänden des kleinen Beckens im Unterbauch befinden.
In den Eierstöcken findet die Eizellreifung statt, deren ungestörter Verlauf für die Fortpflanzung unerlässlich ist.
Als Drüsen produzieren die Ovarien wichtige Hormone (Botenstoffe) wie das Progesteron und das Östrogen. Diese Hormone sind nicht nur für die Fortpflanzung und den monatlichen Zyklus wichtig, sondern wirken auch an vielen anderen Stellen des Körpers.

In einem Teil des Zwischenhirns (Hypothalamus) wird das Hormon GnRH (Gonadotropines Releasing Hormon) in regelmäßigem Abstand von 90 Minuten freigesetzt. Das GnRH gelangt über ein spezielles Gefäßsystem zur Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) wo es die Freisetzung der so genannten Gonadotropine (FSH und LH) ins Blut steuert. Diese Hormone stimulieren die Eierstöcke zur Bildung und Ausschüttung von Progesteron und Östrogen.

Unter dem Einfluss dieser Stoffe findet die Eizellreifung (Follikelreifung) in der ersten Hälfte des Zyklus sowie der Eisprung (Ovulation, meist um den 14. Tag herum) statt. Ist die Eizelle aus dem Follikel entlassen, bildet sich aus dem zurückgebliebenen Gewebe der so genannte Gelbkörper (Corpus luteum), welcher wiederum Bildungsort von Progesteron ist. Durch den Einfluss des Progesterons bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle und damit auf den Beginn einer Schwangerschaft vor. Findet keine Befruchtung statt, bildet sich der Gelbkörper zurück, die Ausschüttung von Progesteron nimmt ab; als Folge setzt die Menstruation ein.


Störungen der Eierstockfunktion


Störungen der Eierstockfunktion (Ovarialinsuffizienzen) beruhen entweder auf einer Fehlbildung der Ovarien oder einer Störung der hormonellen Regulation.

Primäre Ovarialinsuffizienz

Die primäre Ovarialinsuffizienz wird durch eine Fehlbildung oder eine Funktionsstörung in den Eierstöcken verursacht. Bei der gesunden Frau tritt eine primäre Ovarialinsuffizienz erst nach den Wechseljahren auf, weil die Hormonproduktion stark eingeschränkt und die Eireifung eingestellt wird. Treten die Wechseljahre bereits vor dem 35. Lebensjahr ein, spricht man von einem „Klimakterium praecox", also vorzeitigen Wechseljahren. Etwa 1 bis 4% der Frauen leiden an einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz.

Hypothalamisch-hypophysäre Ovarialinsuffizienz

Die FSH- und die LH-Produktion und/oder Ausschüttung ist gestört.
Ursachen für eine Insuffizienz können neben Entzündungen (Tuberkulose, Syphilis etc.) vor allem erhöhter Prolaktinspiegel, oder eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) sein.
Ziel der Therapie ist es, den Prolaktinspiegel zu normalisieren.

Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO):

Hierbei handelt es sich um eine Störung der hypothalamisch-hypopysären-ovariellen Achse bei unbekannter Ursache. Es wird vermutet dass die Wirkung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) durch strukturelle Veränderungen blockiert ist. Ein hormonelles Ungleichgewicht ist die Folge, es kommt zu Fehlfunktionen der Ovarien.

Bei vorhandenem Kinderwunsch bestehen Therapiemöglichkeiten mit diversen Medikamenten und Hormonen, die eine Ovulation (Eisprung) auslösen. Dazu gehört z. B. Clomifen, welches die körpereigene Bildung von FSH und LH stimuliert. Als Nebenwirkung können allerdings eine Überstimulation der Ovarien mit Zystenbildung und krankhaften Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (Aszites) auftreten. Das Hormon FSH kann ebenfalls von außen zugeführt werden. Grundsätzlich ist die Therapie sehr langwierig, und sollte bei Erfolglosigkeit nach einem Jahr überdacht werden.

 
Suche
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü