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Wann wieder schwanger nach einer Fehlgeburt?

Eine private Forumsstudie mit z.Z. 65 Teilnehmerinnen zeigt, dass 46 Frauen, die eine FG erlitten haben,
in den ersten 3 Zyklen danach wieder schwanger geworden sind: 70% der Frauen. 85% wurden innerhalb von 6 Zyklen
erneut schwanger. Von diesen Frauen erlitten aber leider 14 bzw. 16 (30%, bzw. 29%) erneut eine Fehlgeburt.
Quelle: razyboard





Bei jedem zweiten Spontanabort ist ein wegen chromosomale Störungen nicht entwicklungsfähiger Embryo die Ursache.
Im mütterlichen Alter zwischen 20-29 Jahren gehen etwa 50% der Konzeptionen spontan zugrunde. Nur etwa 10-15% bezogen auf die Anzahl der Geburten sind klinisch als Abort erkennbar. Wiederholungsrisiko nach einem Spontanabort 24%, nach zwei Aborten 26%, nach drei Aborten 36%.



Kinderwunsch-Beratung, Ursachenforschung von Winnirixi!










Mögliche Warnsignale einer Fehlgeburt
* Die Temperatur fällt nach mindestens 18 Tage Hochlage
* bräunliche Schmierblutung (7-10 Tage nach ES kann es jedoch auf eine Einnistung hinweisen)
* frisches Blut, egal ob SB oder starke Blutung
* Krämpfe
* Schwindel
* Kopfweh
* geschwollene Gelenke
* übermäßige Übelkeit oder Erbrechen
* Fieber
* schlagartige Müdigkeit
* Ohnmacht
* heftige Rückenschmerzen
* plötzlich sind die Schwangerschaftsanzeichen verschwunden
* Schmerzen im Beckenbereich

Typen von Fehlgeburten

Drohender Abort

Leichte bis mäßige, schmerzlose vaginale Blutung (mögliche Ursache: Zottenablösung)
*absolute Bettruhe, kein Sex, Magnesium, Utrogestgabe, alle 2-3 Tage HCG- und Sono-Kontrollen

Abortus incompletus

Mittelstarke-starke Blutung (mit Gewebestücken), ziehende-wehenartige UL-Schmerzen, HCG niedrig, keine Vitalitätszeichen
*Kürettage

Missed Abort

Die abgestorbene Frucht verbleibt über Wochen in der Gebärmutter (Windei), häufiger bräunliche SB, keine Vitalitätszeichen, HCG niedrig
*Kürettage

Septischer Abort

Fieber über 38 Grad kann lokale Endometriuminfektion verursachen. Blutungen, UL-Schmerzen, Fieber
*Kürettage

Habitueller Abort

Drei oder mehr aufeinander folgende Fehlgeburten. Mögliche Ursachen: Autoimmunerkrankung, Blutgerinnungsstörungen, genetische Faktoren, anatomische Abnormalitäten, Infektionen
*Ursachenforschung


Ursachen

Infektionen   

Mycoplasma, Toxoplasma, Chlamydia, Listeria, Malaria, Monilia, Bakterien im Sperma, Herpes-Virus, Mumps, Hepatitis-A und -B

Hormonelle Probleme
  
Abnormale lutheale Phase, wie Gelbkörperschwäche

Anatomische Abnormalitäten
  
inkompetentes Zervix, das zu schwach ist, das immer grösser werdende Baby zu halten, Adhesionen, Septen, Myomen

Genetische Ursachen
  
Chromosomenfehler

Immunsystem
  
Autoimmun Krankheiten

Krankheiten
  
Unerkannte Diabetes, Schilddrüsenprobleme, hoher Blutdruck, Herzkrankheiten
Alter
  
Die Eizellen altern mit uns

Fehlerhafte Einnistung
  
Wie Eileiterschwangerschaft (1 von 100 Geburten): bis periodenstarke Blutungen ohne Gewebestücke, krampfartige, einseitige UL-Schmerzen
Wichtigster Parameter, dass das HCG schon ES+9 positiv ist (da früher eingenistet), aber der Wert ist immer niedriger als erwartet (da sich der Embryo nicht weiterentwickelt)

Windei
  
Es ist eine Fruchtanlage, die schon sehr früh in der Schwangerschaft zugrunde geht. Dabei wächst der Trophoblast (aus dem sich Plazenta und Eihäute bilden) noch kurze Zeit bestehen bleibt. Ein Windei liegt bei sehr vielen frühen Fehlgeburten vor, und im Grunde handelt es sich um eine sehr frühe Form des sog. "verhaltenen Spontanaborts" (missed abortion). Bei der Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft sieht man eine leere Fruchtblase ohne Dottersack und Embryo. Als Ursache kommen sowohl genetische (chromosomale) als auch viele andere Entwicklungsstörungen in Frage. Das Wiederholungsrisiko in den nachfolgenden Schwangerschaften ist gering.

Blasenmole   
Blutungen, Abgang von Bläschen, stark erhöhte HCG-Werte
Es wird oft als weiterentwickeltes Windei angesehen, bei dem der Trophoblast nicht zu wachsen aufhört, sondern die Chorionzotten sogar wuchern und blasig aufquellen. Sie ist sehr viel seltener (ca. 1:2000-3000 Schwangerschaften) und kann unter Umständen in ein sehr bösartiges Chorionkarzinom entarten. 90% der Mole haben einen Karyotyp 46, XX und 10% nur 46, XY. Die Wahrscheinlichkeit auf Blasenmole erhöht sich signifikant bei Mütter unter 20 und über 40 Jahren.

Die Symptome bei einer Blasenmole sind ein für das Schwangerschaftsstadium zu grosser und weicher Uterus, Unterbauchschmerzen und starke Blutungen ab 12. SSW mit Abgang von blasig-schaumiger Flüssigkeit. Im Ultraschall sieht man keinen Embryo, sondern das sogenannte Schneegestöber. Das HCG im Blut ist extrem hoch, und oft sind die frühen Schwangerschaftsbeschwerden (Übelkeit, Brustspannen etc.) sehr stark ausgeprägt.

Nach der Diagnose einer Blasenmole muss die Schwangerschaft beendet werden. Mit Hilfe von Medikamenten wird der Gebärmutterinhalt ausgestossen und danach die Gebärmutter vorsichtig ausgeschabt. Das Gewebe wird dann unter dem Mikroskop untersucht. Nach 2-6 Wochen wird eine erneute Ausschabung (Auskratzung oder Curettage) zur Kontrolle vorgenommen, um sicherzustellen, dass keine Gewebsreste verblieben sind, die möglicherweise entarten können. Nach der Ausschabung muss deshalb unbedingt auch noch längere Zeit das Schwangerschaftshormon HCG kontrolliert werden. Erst wenn es über mehrere Monate negativ ist, sollte die nächste Schwangerschaft geplant werden. Diese muss auch sehr genau beobachtet werden, denn es besteht ein recht hohes Wiederholungsrisiko (10-fach erhöhtes Wiederholungsrisiko einer Molenentwicklung für nachfolgende Schwangerschaften).

Liegt nur eine teilweise (partielle) Blasenmole vor, kann die Schwangerschaft sogar ausgetragen werden. Allerdings findet man dann in einem Drittel der Fälle eine Chromosomenstörung beim Kind. Es kommt in der Schwangerschaft viel häufiger zu einer Präeklampsie und Frühgeburt. Typisch für eine partielle Blasenmole ist ein sehr niedriger HCG-Wert im Blut der Schwangeren.

 
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