Spermiogramm - Winnirixis Kinderwunschseite

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Spermiogramm

Wissenswertes > Fruchtbarkeitsprobleme
 

Probleme beim Mann


 



  • Es werden zu wenige Samenzellen gebildet oder die gebildeten Samenzellen sind nicht ausreichend beweglich (häufige Ursache).

  • Anlagebedingt, Krampfadern im Hodensack, Infektionen, Hodenhochstand, Verletzungen, Unfälle, Chromosomenanomalien, Durchblutungsstörungen, Diabetes, Tumore, Medikamente, Hitze, Strahlen, Nikotin.

  • In den meisten Fällen kann aber keine Ursache dafür gefunden werden.


  • Die Samenzellen gelangen beim Geschlechtsverkehr nicht in den Körper der Frau (seltenere Ursache).

  • Ursachen dafür können Blockierungen der Samenwege (z.B. nach einer Entzündung) oder auch die fehlende Ejakulation (Emissionsversagen) und die sog. Retrograde Ejakulation sein. Bei der letzteren gelangt der Samen bei der Ejakulation nicht nach außen sondern fließt in die falsche Richtung, zur Harnblase. Diese Veränderungen können bei Harnröhrenverengungen oder Nervenschädigungen (z.B. bei länger bestehendem Diabetes, Multipler Sklerose, Rückenmarksverletzung) vorkommen.



Einige Erkrankungen, die Sterilität verursachen können:

Krampfadern im Hodensack (Varikozele)

Erweiterte und geschlängelte, an Krampfadern des Beines erinnernde Venen im Hodensack können wahrscheinlich durch begleitende Überwärmung des Hodens die Samenqualität und damit auch die Zeugungsfähigkeit verschlechtern.

Hodenhochstand (Maldescensus, Kryptorchismus)

Für die Samenproduktion im Hoden ist eine im Vergleich zur Körpertemperatur geringere Temperatur notwendig. Daher liegen die Hoden gewissermaßen "außerhalb" des Körpers im Hodensack. Bereits beim ungeborenen Kind wandern die Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack. Bei der Geburt sind sie normalerweise schon dort angelangt. Ist dies nicht der Fall, spricht man von Hodenhochstand. Dieser muss noch beim Kleinkind (am besten innerhalb der ersten 2 Jahre) erkannt und behoben werden, da sonst bleibende Schädigungen des Hodens die Folge sind.

Infekte

Virale Infekte (Mumps, Masern im Erwachsenenalter) können den Hoden dauerhaft schädigen. Nicht konsequent behandelte Geschlechtskrankheiten (z.B. Gonorrhoe, Chlamydieninfektion) können die Samenwege verschließen.

Es soll hier noch einmal erwähnt werden, dass bei den meisten Männern mit Fruchtbarkeitsstörungen keine Ursache gefunden werden kann. Aber auch ohne Abklärung der Ursache kann oft eine erfolgreiche Therapie durchgeführt werden.


Spermagewinnung

In der Praxis

In andrologischen/urologischen Praxen gibt es normalerweise entsprechende Räume, die für eine ungestörte Samenabgabe eingerichtet sind.

Zu Hause

Falls ihr aber - aus welchen Gründen auch immer - Schwierigkeiten habt, das Ejakulat in der Praxis zu gewinnen, gibt es auch immer die Möglichkeit, dieses von zu Hause mit zu bringen und dann den Ejakulatbehälter diskret im Labor abzugeben. Das Sperma sollte aber nicht älter als 2 Stunden sein.

Spermiengewinnung zu Hause? Auf folgende Dinge müsst ihr achten:

* Benutzt nur ein geeignetes Transportgefäß mit eindeutiger Identifikation, welches dir vom Labor oder der Arztpraxis gegeben wurde. Auch ein Urinbehälter aus der Apotheke ist geeignet.
* Gewinne das Ejakulat nicht durch Koitus interruptus (das saure Vaginalsekret immobilisiert die Spermien).
* Verwende keine Gleitmittel. Diese können die Spermien in der Bewegung beeinträchtigen.
* Gewinne das Ejakulat nicht in einem handelsüblichen Kondom (diese haben meist eine spermizide Beschichtung).
* Falls nicht das gesamte Ejakulat im Behälter aufgefangen werden konnte, teile dies im Labor oder der Arztpraxis mit.
* Falls die Ejakulatgewinnung (in seltenen Fällen aus psychischen oder religiösen Gründen) nur durch Koitus und nicht durch Masturbation möglich ist, bitte im Labor oder in der Arztpraxis um entsprechende Transportkondome.
* Vor der Samenabgabe leere deine Blase.
* Vor der Samenabgabe, insbesondere, wenn mikrobiologische Untersuchungen vorgesehen sind, solltest du Hände und Penis waschen, die Seifenreste gut entfernen.
* Das unter häuslichen Bedingungen gewonnene Ejakulat muss innerhalb von maximal zwei Stunden körperwarm in die Praxis oder ins Labor transportiert werden. Kälte immobilisiert die Spermien - daher ist ein Transport am Körper oder in der Hosentasche sinnvoll.
* Stehen noch weitere Hormonuntersuchungen an, so sollte die Blutentnahme vor der Ejakulatabgabe erfolgen, da Prolaktin zum Beispiel durch die Masturbation ansteigen kann.



Spermauntersuchung

Der Samen wird durch Masturbation (nach mindestens fünftägiger sexueller Enthaltsamkeit) gewonnen und im Labor analysiert. Dort wird die Anzahl, die Beweglichkeit und das Aussehen der Spermien beurteilt.

Eine Einschätzung, ob die Spermien die Ursache der Kinderlosigkeit sind, kann nur aus der Summe der Untersuchungen von Qualität und Quantität der Spermien ermittelt werden. Daher ist eine niedrige Spermienanzahl im Ejakulat nicht mit Sterilität gleichzusetzen. In der Regel dauert es in diesen Fällen nur etwas länger, bis die Befruchtung stattfindet. Es kommt jedoch häufig vor, dass die Mehrzahl der Spermien Anomalien aufweist.

Nach den geltenden WHO-Richtlinien gilt eine Spermiendichte von 20 bis 150 Millionen Spermien pro Milliliter Sperma als normal.

Als fruchtbar gilt, wenn im Ejakulat mehr als 20 Millionen Spermien je Milliliter enthalten sind, von denen mindestens zwei Drittel beweglich sein müssen. Der Anteil an Spermien mit Anomalien sollte weniger als ein Drittel betragen. Es sollten keine weiße Blutkörperchen oder Bakterien im Ejakulat vorhanden sein.

Das Ejakulat sollte zweimal analysiert werden. Geringes Spermavolumen und saurer pH-Wert deuten auf fehlendes Samenblasensekret, das normalerweise zwei Drittel des Ejakulats ausmacht. Ein Samenblasenwegsverschluss als Ursache ist hier naheliegend.

Neben Parametern wie Anzahl, Beweglichkeit und Gestalt der Spermien werden auch der pH-Wert, Fruktosegehalt bzw. -index, Viskosität, und DNS-Gehalt ermittelt. Das erste Ejakulat wird zudem auf Bakterien und Chlamydien untersucht. Eine veränderte Farbe des Ejakulats deutet auf eine Infektion hin, die durch eine bakterielle Untersuchung überprüft werden muß.

Multiple Exposure Photography

Die Beweglichkeit der Spermien lässt sich durch die Multiple Exposure Photography erfassen. Bei dieser Methode wird eine Probe sechsmal pro Sekunde auf einem Film abgelichtet. Unbewegliche Spermien werden durch die Mehrfachbelichtung mit einem hellen runden Hof abgebildet; bewegliche dagegen erscheinen als kleine perlenschnurähnliche Gebilde. Wenn sich mehr als 25 Prozent der Spermien schnell vorwärts bewegen, ist die Beweglichkeit normal.

Abhängig vom Ergebnis des Spermiogramms kann kinderlosen Paaren eine künstliche Befruchtung angeraten werden.

Falls die gängigen Tests keine Ergebnisse liefern, werden in Fachkliniken spezialisierte, weitergehende Tests zur Überprüfung der männlichen Fruchtbarkeit angeboten.


Das Spermiogramm

Damit es nicht zu ernst wird ;-)

Tastuntersuchung des Penis beim Urologen

 
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